In Folge #072 bei #digitalgrowth ist Florian von Finlist zu Gast. Finlist ist ein Online-Tool, welches den Prozess gewerblicher Immobilienfinanzierung vereinfacht und beschleunigt.

 

Möchte man als Privatperson oder als Unternehmen eine gewerbliche Immobilie, wie z.B. ein Mehrfamilienhaus kaufen, dauert es lange, sich Finanzierungsmöglichkeiten einzuholen. Die Software zeigt nach einigen Minuten bereits an, welche Finanzierungsmöglichkeiten ein Kunde hat und welche Unterlagen benötigt werden, dabei wird u.a. Zeit und Geld gespart. Der Time to Value ist bei Finlist mit zwei Minuten demnach recht kurz.

 

Monatlich haben sie 300 bis 500 Besucher, die das Tool nutzen. Im Durchschnitt nutzt ein Kunde das Tool vier- bis fünfmal im Jahr. Diese Kunden können ein Abo abschließen, welches ihnen die Nutzung anderer Features erlaubt und Geld einspart.

 

Finlist steht regelmäßig in Kontakt zu seinen Kunden bzw. potentiellen Kunden. Vertrieb steht dabei weniger im Vordergrund, sondern der Austausch. Es geht darum herauszufinden, welche Probleme die Kunden haben, und, wie sie sich wünschen, dass diese gelöst werden. Finlist soll eine Software sein, die der Markt braucht. So hat das Unternehmen herausgefunden, dass viele Kunden sich eher ein Vergleichsportal für gewerbliche Immobilienfinanzierung wünschen. Dahingehend wird das Tool nun angepasst werden.

 

Über solche Telefonate mit potentiellen Kunden, können sie diese zu Nutzern konvertieren. Zu Beginn ihrer Journey haben sie das geschafft, indem sie potentiellen Kunden eine kostenlose Demo zur Verfügung gestellt haben. Aus diesen „Testern“ sind dann Kunden geworden. NPS-Testing macht Finlist allerdings noch nicht. Sie wissen genau, wer ihre Promoter sind und kennen diese auch persönlich, auch weil sie sich noch nicht in dieser extremen Wachstumsphase befinden.

 

So hat sich an ihrer Kundenakquise und Kommunikation nach außen noch nicht viel verändert. Gedanken, z.B. darüber, ob sie ein Team mit der Kundenakquise beauftragen, müssen sie sich daher noch nicht machen. Das kommt erst, wenn sie einen Product-Market-Fit haben.

 

Neben einer Produktanpassung, beschäftigt sich Finlist auch mit Partnerschaften. Bisher konnten sie einige Partnerschaften abschließen, die aber noch nicht veröffentlicht worden sind. Dies wird auch in Zukunft weiterhin Thema sein, da insbesondere im High-Ticket Bereich, Vertrauen eine wichtige Rolle spielt und über Partnerschaften eben schneller erzeugt wird.

 

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In der heutigen Episode bei #digitalgrowth ist Jaakko von Cliniserve zu Gast. Cliniserve ist ein Münchener Startup, welches sich mit Pflegeperson und der Digitalisierung in der Pflege beschäftigt. Ihr Ziel ist es Pflegepersonal zu entlasten und ihnen mehr Zeit für die eigentliche Tätigkeit zu geben.

 

Die drei Gründer von Cliniservice haben sich während des Studiums kennengelernt und gemeinsam beschlossen zu gründen. Was stand aber noch nicht fest. Sie haben sich systematisch Branchen angeguckt und 2017 angefangen sich mit der Gesundheitsbranche zu befassen, weil sie dort einen Bedarf gesehen haben. Es folgten Interviews mit Ärzten, Patienten, Pflegern und Co. Dabei hat sich herausgestellt, dass die Klingel in Kliniken für Pflegekräfte oft einen Stressfaktor darstellt. Daraus entwickelte sich nach und nach die Idee zu Cliniserve.  Bevor also gegründet wurde, wurde zunächst der herausgefunden ob ein Product- Market- Fit existiert.

 

Für das Wachstum von Cliniserve spielt Coldcalling eine wichtige Rolle. Der Kreis an Krankenhäusern, die sie aber kontaktieren möchten ist begrenzt.

Insbesondere am Anfang war es schwierig Kunden zu gewinnen. Sie sind in der Anfangsphase zwar auf sehr viel Interesse gestoßen, jedoch waren die Krankenhäuser noch nicht offen dafür, die Software zu testen, weil sie oft noch das Risiko im Fokus hatten, was schiefgehen könnte. Einblicke in die Industrie haben dem Gründerteam auch gefehlt, um zu wissen, wo der richtige Startpunkt für Cliniserve ist. Jaakko beschreibt diese Phase daher auch als sehr frustrierend, weil sie das Produkt schnell testen und validieren wollten, aber nicht richtig vorankamen.

 

Bei einem Fachevent über Digitalisierung im Gesundheitswesen hat ihnen ein Doktorand der LMU den Tipp gegeben Cliniserve über Uniklinken bzw. über wissenschaftliche Abteilungen anzugehen, weil Unikliniken an Innovationen interessiert sind. Daraus entwickelte sich ein Projekt mit einer Klinik. Zwar ist es nicht sofort gestartet, dadurch, dass sie aber schon die Bestätigung hatten, dass eine Uniklinik Cliniserve bei sich implementieren möchten, war es für das Unternehmen einfacher weitere Kunden zu gewinnen.

 

Aktuell stehen sie bei 17 Kunden. Die Corona-Krise war für sie schwierig. Einerseits haben Gesundheitsstartups mehr Aufmerksamkeit bekommen und mehr Finanzierungsmöglichkeiten, andererseits und insbesondere zu Beginn der Pandemie, war es schwierig in einem Ausnahmezustand die Aufmerksamkeit der Kliniken für sich zu gewinnen.
Außerdem musste z.B. das Onboarding der Mitarbeiter verschoben werden.

Dieses Jahr sieht das besser aus. Zudem kommt durch das Digitalisierungsgesetz für das Gesundheitswesen zusätzliches Geld für die Digitalisierung der Krankenhäuser, sodass Kliniken einen größeren Anreiz haben die Cliniserve einzuführen.

 

Zudem ist anzumerken, dass aufgrund der Strengen Regulierungen und festgefahrenen Prozesse im Gesundheitsweisen, es schwieriger ist schnell zu wachsen. Wichtig ist es vor allem, sich an die Prozesse anzupassen. So hat Cliniserve ihr Preismodell auch anpassen müssen. Zum größten Teil monetarisieren sie sich als SaaS. Da Krankenhäuser aber oft ein komplexeres Finanzierungsmodell als viele Unternehmen haben und Kliniken vom jeweiligen Land oder Staat ein Budget für Investments zur Verfügung bekommen, ermöglichen sie die Nutzung ihres Services manchmal über Einmalzahlungen.

 

Aktuell versuchen sie Kunden zu gewinnen, indem sie Präsenz zeigen und eine Brand aufbauen. Früher funktionierte das viel über Messen und Präsentationen. Word of Mouth spielt für sie auch eine wichtige Rolle, weil Uniklinken miteinander vernetzt sind und sie so empfehlen können.

 

Cliniserve hat auch Partnerschaften mit anderen Unternehmen. Insbesondere zu Beginn haben sie viel mit anderen Startups kooperiert. Hier aber gemerkt, dass das nicht gut funktioniert, weil man im Endeffekt gemeinsam um die beschränkte Aufmerksamkeit des Kunden kämpft. Eine Partnerschaft mit einem etablierten Unternehmen hingegen, hat ihnen neue Kunden gebracht und das würden sie so auch weiterverfolgen. Umso mehr Word of Mouth es gibt, desto einfacher wird es sein, neue Kooperationen abzuschließen.

 

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Webseite: https://www.cliniserve.de/

 

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