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Linda von Mindable – Warum das Produkt funktionieren sollte, bevor man DiGA wird

Heute in Podcastfolge #081 ist Linda von Mindable zu Gast. Mindable ist eine DiGa (Digitale Gesundheitsanwendung), die wichtige Lücken in der psychotherapeutischen Versorgung füllt. Der Service steht als mobile App zur Verfügung und hilft Menschen mit Panikstörungen und Agoraphobie.

Bei einer Agoraphobie handelt es sich um eine Angststörung, die in Situationen auftritt, bei denen im ersten Moment keine schnelle Fluchtmöglichkeit vor Menschenmengen besteht. Beispielsweise beim Bus fahren oder Innenstadtbummel. Meist tritt diese Angsstörung in Verbindung mit Panikattacken auf. Der übliche Ansatz ist die Konfrontation. Diese findet in der Regel kontrolliert in einer Therapie statt. Begleitend zu einer solchen unterstützt einen die DiGa Mindable.

Eine DiGa ist eine technische Anwendung, die zur Unterstützung der medizinischen Behandlung dient und dort Lücken technologisch und innovativ füllt. Durch das in junger Vergangenheit verabschiedete Digitale-Versorgung-Gesetz, hat Mindable die Chance genutzt, sich mit ihrer Gesundheits-App am Markt zu etablieren und sich als DiGa zu zertifizieren. Seit 2019 ist es möglich ein vom Arzt ausgestelltes medizinisches Rezept bei seiner Krankenversicherung einzureichen und einen Aktivierungscode für eine DiGa zu erhalten. Die Kosten übernimmt jede gesetzliche Krankenkasse und die meisten privaten Krankenkassen.

Das Zertifikat zur DiGa erhielt Mindable 2019 und seit Mai 2021 ist die App aktiv im System der DiGas. Vorab wurde eine Marktbeobachtung durchgeführt, indem ein erstes Produkt in Pilot Studien und Therapeuten Befragungen vorgestellt wurde. Bisher konnte die App Downloadzahlen im mittleren dreistelligen Bereich erreichen. Da die Kosten (für die Krankenkassen) mit 576 Euro brutto nicht niedrig sind, ist diese Zahl nicht zu unterschätzen.

Für die Zahl der aktiven Nutzer spielt eine große Rolle, dass der Aufwand hoch ist, der betrieben werden muss, um die App nutzen zu können. Downloadzahlen sind also nicht weit von denen, der aktiven User entfernt.

DiGas haben aufgrund ihrer Komplexität und der Hürde des strengen Datenschutzes bei Patienten hohe Markteintrittsbarrieren. Auch die Vermarktung gestaltet sich für eine App wie Mindable schwieriger als üblich, da niemals nur eine Zielgruppe angesprochen wird. Letztlich richtet der Service sich natürlich an Patienten. Diese können zum einen selbst direkt die Krankenkasse zum Erhalt eines Aktivierungscode für die DiGa kontaktieren oder dem Arzt eine Begleittherapie mit der App vorschlagen. Im Fokus stehen für Mindable aber zu einem sehr großen Teil die Ärzte und Therapeuten selbst. Der Unterschied ist in jedem Fall, dass das Target nicht der Käufer ist, denn ein Arzt soll davon überzeugt werden, das Produkt seinem Patienten zu empfehlen.

Da der Service nicht schnell erklärt ist, stellt Mindable für den Vertrieb reichlich Infomaterial auf Postwegen zur Verfügung. Mittels Kooperationen werden zudem Schulungen und Webinare für digitale Unterstützung bei Therapien realisiert. Der Mediziner soll so den Wert einer DiGa erkennen und sie aus eigener Überzeugung heraus in seine Behandlung integrieren. Ein wichtiger Faktor ist es deshalb, dass Mindable die App vorab den Ärzten und Therapeuten zur Verfügung stellt, damit diese selbst die App verstehen und sich von den Vorteilen überzeugen können.

Kooperationen und Partnerschaften sind für einen Vertrieb als Marketingkanal unerlässlich. Der Aufwand und Erklärungsbedarf ist aufgrund der Komplexität des Themas hoch. Gleichzeitig gestaltet es sich oft schwierig Ärzte zu erreichen und ihre volle Aufmerksamkeit zu erhalten. Für ein Startup wie Mindable ist deshalb die Kooperation mit zuverlässigen Partnern essenziell.

Partnerschaften sind auch deshalb in der Digitalisierung des Gesundheitswesens wichtig, weil das Teilen von Know-how unerlässlich ist und zu viele Stakeholder beteiligt sind, als dass ein einzelner Marktteilnehmer den kompletten Kuchen besitzen kann.

Das Ziel für die Zukunft lautet für Linda und das Team von Mindable: Den Service weiter optimieren und möglichst vielen Menschne helfen. Konkret soll das erreicht werden, indem der Prozess zu Aktivierung noch vereinfacht wird. Noch bleiben zu viele Rezepte uneingereicht. Eine Lösung hierfür stellt zum Beispiel ein elektronisches Rezept dar.

Alle Links zu Linda & Mindable findest Du hier:

Linkedin: https://www.linkedin.com/in/weberlinda/

Webseite: https://www.mindable.health/

Alle Links zu uns & unserer Plattform findest Du hier:

Linkedin: https://www.linkedin.com/in/pascal-lehnert/ & https://www.linkedin.com/in/fouadsoultana/

Webseite: https://digitalumsetzen.de/

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