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Growth Hacking:
Mach es wie die schnell wachsende
Tech-Elite des Silicon Valley

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Überblick

Der Begriff Growth Hacking wurde erstmals von Sean Ellis verwendet, der 2010 in einem Blogpost über die Zukunft der Startups schrieb.

Ellis war zuvor Gründer und CEO von Startups wie Qualaroo und Dropbox und hatte bei seinen Unternehmen immer wieder festgestellt, dass es schwierig ist, das Wachstum eines Startups zu beschleunigen. In seinem Blogpost schlug Ellis vor, dass Unternehmen einen „Growth Hacker“ einstellen sollten, um das Wachstum zu beschleunigen.

Growth Hacking

Das ist Growth Hacking

Growth Hacking ist ein neues Feld, das sich ausschließlich auf das Wachstum eines Unternehmens und Produktes konzentriert. Growth Hacking basiert auf einem datengesteuerten und -getriebenen, experimentellen Prozess.

Der Growth Hacking Prozess lässt sich in folgende Teilschritte untergliedern:

  1. Ideen sammeln

  2. Ideen priorisieren

  3. Experimente aufsetzen

  4. Experimente umsetzen

  5. Experimente aus- und bewerten


In den letzten Jahren ist das Konzept immer populärer geworden und wird mittlerweile von vielen Unternehmen angewendet.

Abgrenzung zum Online-Marketing

Marketing und Growth Hacking weisen nicht wenige Überschneidungen auf, sind aber dennoch keinesfalls dasselbe.

Die Disziplin mag zwar viele Techniken des klassischen Marketings berücksichtigen und ein Growth Hacker greift auch in die Toolbox eines Online-Marketers, aber in der Praxis verfolgt er andere Ziele.


Der Verantwortungsbereich eines Online Marketers deckt in der Regel nur einen Teil des Aufgabengebietes eines Growth Hackers ab – nämlich die Phasen Awareness und Acquisition. Das sind im Modell des Pirate Funnels, welcher später näher beschrieben wird, nur die ersten Phasen in der Customer Journey.

Ziel eines Online-Marketers ist in der Regel möglichst viel Aufmerksamkeit und Reichweite für das zu vermarktende Produkt zu generieren.

Der Growth Hacker hat immer ein Ziel: Wachstum.

Um dieses Ziel zu erreichen, werden nicht nur Nutzer für ein Produkt akquiriert. Es wird ebenfalls daran getüftelt, diese Nutzer erfolgreich zu aktivieren und zu motivierten und wiederkehrenden Nutzern eines Produktes zu machen, sodass diese irgendwann zu Fans werden und das Produkt von sich aus weiterempfehlen.

compass

Das Ziel ist niemals etwas anderes als reines Wachstum.
Ein Zitat von Sean Ellis dazu lautet:

„A growth hacker is a person whose true north is growth.”

Aber Vorsicht: Growth Hacker sind keinesfalls als Ersatz für Marketer zu verstehen. 

Growth Hacker wie auch Growth Manager verstehen sich als Bindeglied zwischen Marketing, Produkt und Entwicklung.

Meistens finden sich Growth Hacker in diversifizierten Teams, sogenannten Growth Teams, in denen sie eng mit allen möglichen Fachbereichen im Rahmen von Experimenten zusammenarbeiten.

Bei kleineren Unternehmen können Growth Verantwortliche auch als Einzelpersonen auftreten, oder werden in Form von Agenturleistungen zugekauft.

Das kann und macht ein Growth Hacker

Growth Hacker tuen zwar teilweise das, was auch andere Online-Marketer tun, jedoch arbeiten sie Experiment-basiert, sprich in schnelleren Umsetzungszyklen.

Viele Growth Hacker besitzen ein breites Wissen in verschiedenen Disziplinen, Growth Hacker erweitern ihr Wissen durch das regelmäßige Experimentieren mit verschiedenen Marketing Tools und Channels.

Dabei steht, wie bereits erwähnt, stets das Wachstum des oftmals digitalen Produktes oder Services im Vordergrund und so passt sich auch das Skill-Set, also die Fähigkeiten, des Growth Hackers daran an, dieses Ziel zu erreichen. 

„Ein Growth Hacker ist eine Person, dessen wahres Ziel das schnelle und wirksame Wachstum ist. Jede seiner Tätigkeiten wird auf ihre potenziellen Auswirkungen auf skalierbares Wachstum überprüft... "

Sean Ellis

In der Praxis sieht das Skill Set eines Growth Marketers oft so aus:

  • Fähigkeit zum Erstellen von Landingpages

  • Kenntnisse in der Optimierung von Webseiten

  • Verständnis über die Wirkung bei der Darstellung von Inhalten (User Interface und User Experience Design)

  • Grundlegende Gestaltungskenntnisse (Farben, Schriftarten, usw.)

  • Grundlegende HTML- und CSS-Kenntnisse

  • Fähigkeit zur Erstellung von Creatives (Werbemitteln) und die Handhabung von Performance-Kanälen, zum Schalten von Werbeanzeigen

  • Sicherer Umgang mit Tracking-Tools wie Google Tag Manager, Google Analytics, Hotjar etc.

  • Grundlegendes, technisches Verständnis von SEO (Suchmaschinenoptimierung)

  • Basiswissen über maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz sowie über Datenmodelle.

  • Und viele weitere Fähigkeiten wie Conversion Rate Optimierung (CRO), Web-Scraping, Verständnis von APIs, Chatbots, etc.

growth hacking skills

Oftmals bilden Growth Verantwortliche die Brücke zwischen Marketing und der Produktentwicklung. 

Vor allem bei Software-Unternehmen sollen Growth Hacker Nutzer für ein Produkt gewinnen, zu aktiven Nutzern entwicklen und dafür sorgen, dass diese Nutzer neue Nutzer für das Produkt oder den Service werben.

Um das zu erreichen, betreibt man beim Growth Hacking nicht nur Marketing, sondern zum Großteil vor allem in der Produktentwicklung.

Die Disziplin des Growth Hackings hilft also dabei, das Produkt mit den gewonnenen Informationen aus dem Marketing und der eigentlichen Nutzung zu verbessern, um die Absprungrate von Nutzern zu minimieren und die aktive Nutzung zu maximieren.

Das Konzept des T-Shaped Marketers

Das Skillset eines Online-Marketers und speziell eines Growth Hackers mit tiefem Marketingwissen, ist breit gefächert.

Durch die enorme Fülle an Online-Marketingdisziplinen hat sich deshalb das Konzept des T-Shaped Marketers entwickelt und stark etabliert. 

Es findet Verwendung, um die Stärken eines digitalen Marketers zu beschreiben. So kann man zum einen seine eigenen Stärken besser dokumentieren und berücksichtigen und zum anderen die Stärken von Mitarbeitern besser kennenlernen und einschätzen sowie als Führungskraft die richtigen Einsatzgebiete finden.

Einteilung der Fähigkeiten in zwei Achsen

Nach dem T-Shaped Marketer Modell verfügt ein Marketer über ein Repertoire aus mehreren Kompetenzen aus dem Online-Marketing. Optimalerweise kennt dieser alle wichtigen Disziplinen und verfügt über grundlegende Skills aus allen Bereichen. 

In einem Teilbereich hat er jedoch tiefgehendes Know-how und kann sich als Experte für diesen Bereich bezeichnen. Man kann zum Beispiel Know-how im Content Marketing, der Marktforschung, Suchmaschinenoptimierung und -werbung, dem Online Recht und dem Website Building haben und seine Kompetenzen vertieft im zuletzt genannten Teilbereich ansiedeln. 

Konkret hieße das dann, dass dieser Marketer sehr gut weiß, wie man ein CRM verwaltet, HTML Codes schreibt, Die Architektur einer Seite plant und baut, das Website Tracking optimiert und ist deshalb in der Lage eine Website wie ein Profi zu betreiben.

T-Shaped-Marketing

Das Modell bildet auf der vertikalen Ebene alle Bereiche ab, in denen der T-Shaped Marketer ausreichend Kompetenzen besitzt, auch wenn diese allgemein und oberflächlich sind und er kein Expertenwissen für diese Disziplinen besitzt.

Senkrecht wird dann, ausgehend von der Kompetenz die am stärksten ausgeprägt ist abgebildet, welche Skills der Marketer konkret im jeweiligen Feld besitzt. Hier liegen seine Kernkompetenzen und das, was ihn besonders und interessant für seinen Auftraggeber oder Arbeitgeber macht.

 

 

Mit ihrem breit gefächerten und teils sehr tiefen Wissen, sind Growth Hacker in vielen Unternehmen und Geschäftsfeldern zu finden. Vor allem aber in der Softwareindustrie.

Speziell im Bereich Software-as-a-Service (SaaS), also der digitalen Dienstleistungen, ist Growth Hacking nicht mehr wegzudenken.

Viele mittlerweile große und bekannte Unternehmen, wie Facebook oder Uber haben früh angefangen interne Growth Teams aufzubauen und konnten dadurch enormes Wachstum erzeugen. Die Ergebnisse, aus oftmals jahrelangem Experimentieren, werden Growth Hacks gennant.

Erfolgreiche Growth Hacks aus der Praxis

Man könnte meinen, dass sich ein Unternehmen, das mehr als eine Milliarde Dollar wert ist, nicht mehr darum kümmern muss, wie es seine Nutzerzahlen steigert. Aber das stimmt nicht. Selbst ein so erfolgreiches Unternehmen wie Dropbox muss sich ständig überlegen, wie es seine Nutzerzahlen weiter steigern kann.

Und eines der wichtigsten Werkzeuge, mit denen Dropbox seine Nutzerzahlen steigern konnte, ist Growth Hacking. Es gibt viele große, weltweit agierende Unternehmen, die durch Growth Hacks erfolgreich gewachsen sind. Einige der bekanntesten Unternehmen sind Airbnb, Facebook, Google, Instagram, LinkedIn, Pinterest, Twitter und Uber. 

dropbox

Dropbox

Eine der bekanntesten Marketingkampagnen von Dropbox war die sogenannte „Referral Programm“. Dabei wurde Nutzern zusätzlicher Speicherplatz angeboten, wenn sie neue Benutzer für Dropbox gewinnen konnten. Dies führte dazu, dass die Nutzerzahl von Dropbox innerhalb weniger Jahre auf mehrere Millionen anstieg.

Der große Vorteil war, dass Dropbox quasi keine Kosten für diesen Hack aufbringen musste. Schließlich hat man die empfehlenden Nutzer mit einer Währung bezahlt, über die Dropbox zur Genüge verfügt – Speicherplatz. 

Dropbox motivierte nicht nur Nutzer dazu das Produkt mehr zu nutzen, sondern bot seinen Nutzern eine Belohnung, die diese weiterhin im Produkt hielt. Eine Win-Win-Situation für Dropbox und deren Nutzer.

Uber

Das Unternehmen wusste zwar, dass es eine Reihe von Problemen löst, die mit herkömmlichen Taxidiensten verbunden waren, aber es brauchte vor allem eines: Durchschlagskraft.

Der Unternehmenssitz in San Francisco war der Schlüssel dazu. Uber konzentrierte sich zunächst auf die Tech Community, organisierte Veranstaltungen und – ganz wichtig – kostenlose Fahrten für die Teilnehmer. 

Diejenigen, die den Service nutzten, erzählten ihren Freunden von ihren Erfahrungen. Das Ergebnis war ein schnelles Wachstum und ein Modell, das auch in anderen großen Städten und später kleineren Städten eingeführt werden konnte. 

Airbnb

Der wohl bekannteste Online-Marktplatz auf dem Menschen ihr Zuhause vermieten oder ein Zimmer in einem anderen Zuhause mieten können, Airbnb, wurde 2008 gegründet und ist seitdem rasant gewachsen. Im Jahr 2016 hatte Airbnb bereits über 80 Millionen Nutzer in 191 Ländern.

Ein wesentlicher Grund für die Explosion des Wachstums von Airbnb in so kurzer Zeit, war, dass sie von Anfang an eine sehr virale Strategie verfolgt haben. Ein weiterer Grund war, dass sie ein sehr engagiertes Growth Team aufbauten, das kreativ und unkonventionell dachte und schnell handeln konnte – eben mit der Mentalität eines Growth Hackers.

Mit einem technisch aufwendigen, aber grundsätzlich simplen Hack ermöglichte Airbnb es Zimmervermietern, sowohl auf der Airbnb-Website selbst als auch auf Craigslist, einer amerikanische Anzeigenwebseite, zu posten, was die Reichweite des Angebots deutlich erhöhte.

Airbnb stellte außerdem professionelle Fotografen ein, die Gastgeber dabei unterstützten, perfekte Fotos zu machen. Dadurch verdreifachten sich die Buchungen innerhalb kürzester Zeit und Airbnb erlebte einen unvorhergesehen Wachstumsschub.

Linkedin

Das Social Business Network ermöglichte es Nutzern, öffentliche Profile zu erstellen, die von Suchmaschinen indiziert wurden. Die Nutzer tauchen so organisch in den Suchergebnissen auf und können auf der ersten Seite von Google gelistet werden, ohne dafür bezahlen zu müssen. 

Da das die potenzielle Sichtbarkeit der Nutzer über die Plattform hinaus erhöht, war und ist dies ein guter Grund für die Menschen, sich auf der Plattform anzumelden. Durch solche Growth Hacks konnte LinkedIn innerhalb weniger Jahre von 2 Millionen auf 200 Millionen Nutzer wachsen.

Shazam

Mit der App von Shazam können Nutzer Lieder identifizieren, die sie in Clubs, im Radio oder auf Partys hören, indem sie die Musik mit der App wenige Sekunden lang aufnehmen, wodurch diese mit einer Online-Datenbank automatisch abgeglichen und erkannt werden.

Wenn es viele Hintergrundgeräusche gab, konnte es für die Software schwierig werden, ihre Arbeit zu erledigen. Deshalb fordert Shazam seine Nutzer auf, ihr Smartphone an die Lautsprecher zu halten.

Das war ein gelungener Trick. Die App hätte auch einfach anzeigen können, dass es gerade zu viele Störgeräusche gibt, doch durch die Aufforderung das Handy and die Lautsprecher zu halten, sahen andere die Smartphones und fragten sich, was die Person macht.

Durch Mundpropaganda verbreitete sich Shazam auf diesem Wege rasend schnell. Das Ergebnis: 500 Millionen Downloads in kurzer Zeit.

Für wen ist Growth Hacking relevant?

Das Ziel eines Marketers im Allgemeinen kann die reine Akquise neuer Kunden oder die Bildung einer Markenbekanntschaft sein.

Marketing kann sich darauf beschränken neue Menschen für ein Unternehmen in Vertriebstermine zu bringen oder den gesamten Prozess von der Kundenidentifikation bis hin zu Bindung an die Marke oder das Produkt voranzutreiben und zu optimieren. 

Vom Entwurf über Strategien, die den Fahrplan über Jahrzehnte festlegen, über Maßnahmen die den Absatz eines Produktes erhöhen oder Prozesse optimieren sollen, ist Marketing niemals eine eindeutig definierte Disziplin.

man walking up stairs

Beim Growth Hacking ist das Ziel dagegen klar und lautet immer Wachstum. Growth Hacking kann ein extrem wirksames Instrument für Unternehmen sein, die schnell wachsen und neue Kunden in Form aktiver Nutzer gewinnen wollen, es kann aber auch zu enormen Ausgaben oder dem Versagen der Unternehmung führen, wenn nicht professionell ausgeführt.

Obwohl Growth Hacking meist in kurzen Zyklen und unter dem geringstmöglichen Einsatz von Kosten umgesetzt wird, ist der Effekt oft langfristig. Ein durch den Growth Hacking Prozess identifizierter Wachstumshebel kann daraufhin skaliert werden und führt dadurch zu großem Wachstum.

Der enorme Mehrwert für Startups

Growth Hacking wurde von Startups entwickelt. Deshalb ist es auch nahliegend, dass besonders Startups von der Methode profitieren können.

Das Growth Hacking setzt auf kreative und unkonventionelle Wege, um das Wachstum des Unternehmens voranzutreiben. Häufig steht dabei im Fokus, dass Wege gefunden werden, die einen minimalen Einsatz von Geld erfordern.

Und deshalb ist gutes Growth Hacking so interessant für junge Startups mit hohem Wachstumspotenzial, aber begrenzten finanziellen Ressourcen.

Die häufigsten Growth Hacks entstehen im Produkt und sind somit mit reinen Arbeitsstunden sehr günstig. Das Interessante ist schließlich, dass schnelles und exponentielles Wachstum provoziert und gesucht wird.

Growth Hacking für Apps und SaaS

Der Software-as-a-Service Sektor ist über die letzten 20 Jahre stark angewachsen. Viele Unternehmen haben ihren Umsatz steigern können und sind heute bekannte Marken.

Die datenbasierten Geschäftsmodelle bei Plattformen, SaaS und Apps erleichtern viele moderne Maßnahmen des digitalen Marketings, aber führen auch immer wieder zu neuen Herausforderungen. Nutzerzahlen und -verhalten lassen sich zwar oft viel besser messen und interpretieren als bei analogen Geschäftsmodellen, jedoch ist die Distanz zu den Käufern deutlich größer. 

Die Tatsache, dass Growth Hacking im Grunde Disziplinen des Online und Content Marketings vereint und Growth Hacker eng mit Software Entwicklern und Programmierern zusammenarbeiten können, macht diese Personen umso begehrter auf dem digitalen Arbeitsmarkt.

Growth Hacking eignet sich perfekt für SaaS, Plattformen und Apps. Befinden diese sich am Anfang ihrer Reise und verfolgen deshalb das Ziel, schnell neue Kunden zu gewinnen, zu aktivieren und während ihres gesamten Lebenszyklus an sich zu binden, kann Growth Hacking extrem hilfreich sein. 

Growth Hacking für Plattformen

Es ist noch gar nicht allzu lange her, dass Plattformen noch relativ übersichtlich vorhanden waren und man sich deren Potential wahrscheinlich noch nicht wirklich bewusst war. Nun erleben die Online Marktplätze eine wahre Hochzeit.

Plattformen sind eine Art von Geschäftsmodell, bei dem die Teilnehmer – und das macht sie so mächtig – selbst Wert füreinander schaffen. 

Das erste und bekannteste Beispiel dafür ist eBay, welche nur eine simple Auktionswebsite war, die Käufer und Verkäufer über das Internet zusammenbrachte. Das änderte zwar nichts an der Art und Weise, wie die Menschen vor dem Aufkommen von eBay Geschäfte machten, aber die Plattform machte es für Käufer und Verkäufer einfacher, online zueinander zu finden und gab ihnen Sicherheit.

Digital Plattforms

Der Betreiber einer Plattform erfindet das Rad also gar nicht neu, sondern bietet lediglich einen Ort, auf dem eine bereits vorhandene Nachfrage auf ein bereits vorhandenes Angebot treffen kann. Die Plattform bietet also lediglich die Infrastruktur und bringt lediglich diejenigen zusammen, die zueinander gehören. 

Und genau das macht das Business so skalierbar. Es ist nicht notwendig Value zu schaffen, sondern nur die Nutzer zu sich holen die solches erschaffen. Und mit steigendem Wachstum steigt auch exponentiell der Output der Value. 

Besonders kleinere und junge Teams verfügen oft nicht über das notwendige Budget und Erfahrung, um eine Growth Rolle zu besetzen oder ein Team aufzubauen. Auch wenn oftmals der CEO diese Rolle zu Beginn einnimmt, scheitern viele Startups an den extrem hohen Herausforderungen des Marktumfeldes.

Hier kann es durchaus sinnvoll sein, auf externe Ressourcen, wie Growth Hacking Freelancer oder Growth Hackin Agenturen zurückzugreifen.

Warum digitale Dienstleistungen und Produkte besonders vom Growth Hacking profitieren

Losgelöst von Ressourcen, lässt sich eine digitale Plattform, aber auch ein SaaS basiertes Geschäftsmodell durch effektives Online und Content Marketing, eine gute technische Umsetzung und eine nutzerzentrierte Ausrichtung schnell skalieren. Und genau da kommt Growth Hacking ins Spiel.

Es gibt unzählige Beispiele, einige davon wurden auch bereits in diesem Artikel erwähnt, die zeigen, wie Plattformen durch Growth Hacks gewachsen sind. 

Growth Hacking

Das Modell gibt es zwar schon lange, aber erst mit der globalen Verbreitung des Internets wurde es für jeden möglich eine digitales Geschäft zu gründen.

Growth Mindset: Die richtige Einstellung macht den Unterschied

Growth Hacking ist wohl einer der wichtigsten beruflichen Fähigkeiten, die sich junge Menschen in der digitalen Arbeitswelt aneignen können.

Nicht nur um ein erfolgreicher Growth Hacker zu werden, sondern auch für viele andere Jobs musst du dir ein Growth Mindset aneignen.

Das bedeutet, dass du offen für neue Ideen sein musst und ständig bereit sein musst, deine Ideen auf den Prüfstand zu stellen. Dabei muss du in der Lage sein, schnell und agil zu handeln, ohne dich von traditionellen Marketingvorgehen und -prozessen einschränken  oder beeinflussen zu lassen.

 

Wichtig ist auch, dass du das Scheitern als einen wichtigen und zentralen Bestandteil des persönlichen Wachstums und damit eines Growth Mindsets akzeptierst. Nur wer scheitert kommt weiter.

9 von 10 Experimenten werden scheitern. Dafür bringt das 10. dann einen umso größeren Zugewinn.

Unvoreingenommen experimentieren

“An effective growth hacker also needs to be disciplined to follow a growth hacking process of prioritizing ideas (their own and others in the company), testing the ideas, and being analytical enough to know which tested growth drivers to keep and which ones to cut.  The faster this process can be repeated, the more likely they’ll find scalable, repeatable ways to grow the business. “

Sean Ellis

The proof of the pudding is in the eating. Oder wie man frei übersetzen könnte: Probieren geht über Studieren.

Der Alltag eines Growth Hacker zeichnet sich durch experimentelles Vorgehen aus. Ein Growth Hacker stellt also regelmäßig Hypothesen auf und versucht diese durch die Umsetzung schneller Maßnahmen zu beweisen.

Experimental

Ein Growth Hacker handelt unvoreingenommen und startet Experimente, bevor er seine Thesen zerdenkt. Das bedeutet nicht, dass man sich blind und ohne jegliche Vorplanung in die Umsetzung banaler Ideen stürzt, sondern, dass man kreative Wege findet die zum Ziel führen.

Datengetriebenes Mindset

Das Ergebnis zählt, also sollte eine Hypothese im Bestfall immer selbst bewiesen oder widerlegt werden. Ein erfolgreicher Growth Hacker vertraut auf die Basis seiner gewonnenen Daten. 

Das was für ein Unternehmen funktioniert, muss nicht für ein anderes funktionieren und vice versa. Deshalb testet, testet, testet und testet der Growth Hacker und weiß genau welche Daten er wie interpretieren muss.

Ein wichtiger Faktor ist hier natürlich die Erfahrung und ein Basiswissen im Umgang mit großen Datenmengen.

Data driven mindset

Produkt und Marketing – Die Kombination führt zum Erfolg

Nicht zuletzt wissen Growth Hacker, wie wichtig es ist, Marketing und die Produktentwicklung zu kombinieren und sich nicht nur auf eine Sache zu versteifen.

Nicht selten sind gute Growth Hacker ehemalige Produkt Manager oder sogar Produktentwickler, die sich in den Bereichen des online Marketing fortgebildet haben.

AAARRR – Der Pirate Funnel und seine Bedeutung im Growth Hacking

Was nach ‚Pirates of the Caribbean‘ klingt ist das am häufigsten verwendete Framework eines Growth Hackers.

AAARRR ist die Abkürzung für den Pirate Funnel, einer speziellen Einteilung eines jeden digitalen Geschäftsmodells in sechs Ebenen. Die Buchstaben stehen für die sechs Schritte des Customer Lifecycle.

Pirate Funnel

Die Buchstaben sind die Anfangsbuchstaben der Ebenen, in denen ein Growth Hacker bei einem Produkt oder einer Dienstleistung aktiv wird. 

Das sind die sechs Stufen des Pirate Funnels

  1. Awareness – Interesse wecken

  2. Acquisition – User gewinnen

  3. Activation – Neue User mit dem Produkt vertraut machen

  4. Retention – User zu wiederkehrenden, aktiven Usern machen

  5. Revenue – Umsatz optimieren und mehr User zu Kunden machen

  6. Referral – Power User zu Markenbotschaftern machen

Um erfolgreich seine Nutzerbasis wachsen zu lassen, muss zunächst der Aufmerksamkeit erzeugt werden (Awareness). Das kann durch bezahlte Werbung, aber auch durch unkonventionelle Growth Hacks passieren.

Sobald das Interesse möglichst vieler potenzieller User geweckt wurde, müssen diese mit weiteren Informationen über ein Produkt oder eine Dienstleistung versorgt werden. Beispielsweise durch eine Landingpage oder Website. Hier entscheidet sich, ob Interessenten wirklich Interesse für ein Produkt haben und es ausprobieren wollen (Acquisition). Es muss möglichst sichtbar und ansprechend die Möglichkeit gegeben werden, das Angebot zu testen.

In diesem Artikel werden die Stages des Pirate Funnels im Detail beschrieben.

Sind Nutzer in einem Produkt, muss man sie dazu bringen, aktiv zu werden und ein zahlender Kunde zu werden (Activation).

Sobald der User ein Kunde ist, muss an der Bindung zu diesem gearbeitet und sichergestellt werden, dass er das Produkt oder die Dienstleistung weiterhin nutzt (Retention). 

Hat sich das Produkt bei Nutzern etabliert und aus Nutzern wurden aktive Nutzer, kann das Geschäftsmodell skaliert werden (Revenue). Jetzt ist gewiss, dass es funktioniert. Also können Experimente gefahren werden, um das perfekte Monetarisierungs-Modell zu finden.

 

Revenue

Die letzte Phase der Customer Journey ist die Umwandlung von aktiven Nutzern zu Fans. Hier werden User zu Markenbotschaftern und promoten ein Produkt freiwillig per Mundpropaganda (Referral). Mit Growth Hacks können in dieser Stage Anreize aufgedeckt werden, die das Weiterempfehlungsmarketing zusätzlich unterstützen.

Diese Unternehmen nutzen den Pirate Funnel

Der Pirate Funnel ist ein effektiver Weg, um ein Unternehmen schnell wachsen zu lassen und kann besonders nützlich für junge Unternehmen sein, die gerade erst anfangen oder ihren Kundenstamm schnell erweitern wollen.

Das Framework ist deshalb besonders bei Start-ups ein beliebtes Instrument. Kein Wunder, wenn man bedenkt, das Tech Start-up die Nutznießer des Growth Hackings sind.

Und deshalb ist auch naheliegend, dass sowohl Software und SaaS Unternehmen als auch Plattformen diesen Marketing Funnel zur Steigerung des Wachstums verwenden.

So wird der Pirate Funnel zum Growth Hacking Instrument

Um den Pirate Funnel optimal nutzen zu können, muss man zunächst die Unternehmensziele verinnerlichen. Was willst du erreichen? Mehr Verkäufe? Mehr Registrierungen? Eine bessere Kundenbindung? Sobald die Ziele möglichst präzise definiert sind, kann eine Strategie geplant werden, mit dem diese Ziele erreicht werden können.

Aber wie lässt sich sicherstellen, dass die Strategie so effektiv wie möglich ist und hilft, seine Ziele zu erreichen?

Das Wichtigste ist, dass die Customer Journey verstanden und verinnerlicht wird, um sie mit dem Marketing Funnel zu optimieren. Welche sind die Schritte, die dein idealer Kunde auf dem Weg zum zahlenden Kunden unternimmt?

Sobald das verstanden und verinnerlicht wurde, kann man Ideen dafür sammeln, wie man jede Stufe des Funnels optimieren kann, um mehr Conversions zu erzielen.

Am Anfang des Funnels kann man sich zum Beispiel darauf konzentrieren, mehr Besucher durch Experimente im Suchmaschinen Marketing zu generieren.

Im Verlaufe des Funnels könnte man sich darauf konzentrieren, die Conversion Rate durch A/B-Tests oder durch das Anbieten von Gutscheinen oder Rabatten zu erhöhen.

 

Am Ende des Funnels sollte man sich sich darauf konzentrieren, Kunden durch Treueprogramme oder gezielte Angebote zum Wiederkommen zu bewegen. Außerdem muss hier das perfekte Monetarisierungsmodell gefunden werden. 

Mit einem strategischen und datengesteuerten Mindset bei der Nutzung des Pirate Funnels kannst du sicher sein, dass das Framework so effektiv wie möglich ist und hilft, die Unternehmensziele zu erreichen.

Customer Journey

Schließlich ist es wichtig zu bedenken, dass der Pirate Funnel ein sich ständig weiterentwickelndes Instrument ist. So wie dein Unternehmen wächst und sich die Rahmenbedingungen verändern, sollte das auch für deinen Pirate Funnel und deine Growth Hacking Strategien gelten.

Deshalb nutzen Growth Hacker den Pirate Funnel

Growth Hacking zeichnet sich dadurch aus, Prozesse möglichst automatisiert hochzuskalieren. Das bedeutet, dass viele Daten und Metriken über den gesamten Trichter hinweg zu verfolgen sind. 

Der Pirate Funnel ist darauf ausgerichtet und eine perfekte Möglichkeit, die Nutzergewinnung und -bindung strukturiert abzubilden und den Überblick über den fließenden Datenverkehr der Nutzer zu behalten.

Da Plattformen und Softwares die Nutznießer des Growth Hackings sind, bildet der Pirate Funnel auch für genau solche den Prozess der Nutzergewinnung sowie -bindung ab.

Unternehmen, die Softwares, SaaS, Apps und Plattformen vermarkten, können mit diesem Framework also perfekt Experimente planen, fahren und überblicken, die auf ein schnelles Nutzerwachstum abzielen.

Auch wenn beim Growth Hacking charakteristisch kreative Marketingmethoden angewendet werden und man oft unbeeindruckt von allgemeinen „Regeln“ des Marketings experimentiert, ist der Pirate Funnel ein hervorragendes Normwerkzeug für Struktur, Übersicht und letztlich auch für Erfolg beim Growth Hacking. 

Der Beweis dafür zeigt sich in der Praxis. Denn wenn du einen Growth Hacker fragst, was Hauptgegenstand seiner Arbeit ist, wird er dir mit Sicherheit den Pirate Funnel nennen.

Growth-Hacking-Kanäle: Wie du sie identifizierst und für dein Unternehmen nutzt

Wenn du dein Business mit den Tricks des Growth Hackings fördern willst, musst du die richtigen Kanäle finden und nutzen.

Beim Growth Hacking geht es darum, neue und innovative Wege zu finden, um das Wachstum zu steigern. Und die richtigen Kanäle zu nutzen, ist ein wichtiger Bestandteil davon.

Dieser Abschnitt soll einen Überblick darüber geben, welche digitalen Kanäle, außer dein eigenes Produkt, Wachstum fördern können. Außerdem haben wir einige der beliebtesten Growth-Hacking-Kanäle aufgelistet.

Wann birgt ein Kanal das Potential Growth zu schaffen?

Growth-Hacking Kanäle können alle möglichen Orte sein, aber sie haben alle eines gemeinsam: Sie helfen dir, neue oder bestehende Zielgruppen zu erreichen und dein Geschäft auszubauen.

Community

Um den richtigen Wachstumskanal für dein Unternehmen zu finden, musst du herausfinden, wo dein Zielpublikum seine Zeit verbringt. Wenn du das getan hast, kannst du damit beginnen, Inhalte und Marketingstrategien zu entwickeln, die sie dort erreichen, wo sie sich aufhalten.

Growth-Hacking Channels können zum Beispiel soziale Medien, Suchmaschinenoptimierung, E-Mail-Marketing und sogar etwas wenig greifbares wie Mundpropaganda sein.


Das Wichtigste ist, dass du Kanäle auswählst, die hohe Engagement-Raten haben und von Menschen bevölkert werden, die an deinem Produkt oder deiner Dienstleistung interessiert sind. Auf diese Weise kannst du deine Chancen auf Wachstum und Erfolg maximieren.

Social Media Kanäle

Einer der beliebtesten Growth Hacking Kanäle sind soziale Medien. Plattformen wie Facebook, Instagram, Twitter und LinkedIn sind hervorragende Orte, um Zielgruppen zu erreichen. 

Du kannst diese Plattformen nutzen, um ansprechende Inhalte in den unterschiedlichsten Formen und Darstellungen zu erstellen, die dein Zielpublikum erreichen und dir zu Wachstum verhelfen. 

Ein weiterer Vorteil der sozialen Medien ist, dass du dort sehr einfach Beziehungen zu potenziellen Kunden aufbauen kannst. Du kannst mit ihnen interagieren, ihre Fragen beantworten und ihnen wertvolle Informationen geben, die es ihnen leichter machen, zu deinen treuen Nutzern zu werden.

Social Media

Hier ist eine Übersicht über einige Social Media Kanäle, die sich hervorragend für Growth Hacking eignen:

Facebook

Mit über zwei Milliarden aktiven Nutzern ist Facebook eine der größten Social-Media-Plattformen der Welt. Du kannst Facebook nutzen, um mit deinen Growth Hacks eine große Bandbreite an Zielgruppen zu erreichen.

Ob Endverbraucher oder Geschäftskunden – du kannst dort potenziell jeden finden. Immerhin ist jeder dritte Mensch auf unserem Planeten auf der Plattform.

Instagram

Instagram ist eine visuelle Plattform, die sich perfekt für Unternehmen aus Branchen wie Mode, Lebensmittel und Reisen eignet. Mit beeindruckenden Bildern und ansprechenden Bildunterschriften kannst du neue Zielgruppen erreichen und dein Geschäft ausbauen.

Hier befinden sich viele Influencer, die ebenfalls potenziell ein Instrument für den ein oder anderen Growth Hack sein können. 

Twitter

Twitter ist eine hervorragende Plattform, um aktuelle Inhalte zu teilen und mit potenziellen Usern für dein Produkt in Kontakt zu treten.

Du kannst Hashtags verwenden, um neue Leute zu erreichen und andere Unternehmen und Influencer in deinen Tweets mit @handles erwähnen, um mehr Aufmerksamkeit zu erhalten.

Die Plattform eignet sich außerdem sehr gut für Automationen über APIs, um hochskalierbare Growth Hacks zu bauen.

LinkedIn

LinkedIn ist ein professional network, das perfekt für Unternehmen in B2B-Branchen ist. Du kannst LinkedIn nutzen, um mit potenziellen Kunden und Partnern in Kontakt zu treten und wertvolle Inhalte zu teilen, die dir helfen, dich als kompetent zu präsentieren. 

Hier ist vor allem der richtige Ort, um Führungskräfte und Entscheidungsträger im Unternehmen zu erreichen. Auch Linkedin bietet viele Möglichkeiten Automationen zu bauen und skalierbar zu wachsen.

B2B

TikTok

TikTok, das in dieser Liste jüngste Social Network, ermöglicht es Nutzern, kurze Videos zu erstellen und mit einem Riesen-Publikum zu teilen.

Du kannst TikTok vor allem nutzen, um mit deinen Growth Hacks ein jüngeres Publikum zu erreichen. Auch Influencer sind hier zuhause und in jedem Ausmaß an Reichweite vorhanden

Beim Growth Hacking geht es aber nicht nur um soziale Medien. Wachstum kann auch über andere Kanäle wie PR, E-Mail-Marketing, bezahlte Werbung etc. erreicht werden.

Es ist wichtig, mit verschiedenen Kanälen zu experimentieren und herauszufinden, was für dein Unternehmen am besten funktioniert.

Das Wichtigste ist, dass du immer nach neuen und innovativen Wegen suchst, um relevante Zielgruppen zu erreichen und dein Geschäft auszubauen. 

Sammelpunkte für Communities

Ein weiterer großartiger Ort für clevere und effektive Growth Hacks sind Communities wie Reddit und Quora. Hier kannst du nicht nur potenzielle Kunden finden, sondern auch mit Branchenexperten in Kontakt treten.

Auf diese Weise erhältst du wertvolle Einblicke und lernst neue Growth-Hacking-Techniken kennen.

Der Vorteil solcher Plattformen ist, dass jede erdenkliche Thematik behandelt wird und starke Interaktion untereinander stattfindet.

community

Diese Sammelpunkte für Communities solltest du kennenlernen:

Reddit

Reddit ist eine soziale Nachrichten- und Unterhaltungswebsite, auf der Nutzer/innen Inhalte veröffentlichen können.

Du kannst Reddit nutzen, um mit deinen Growth Hacks eine große Bandbreite an Zielgruppen zu erreichen. Es gibt Subreddits für fast jede Art von Community, sei es geografisch oder thematisch

Quora

Quora ist eine Q&A-Plattform, die sich für Unternehmen aller Branchen eignet.

Du kannst Quora nutzen, um mit potenziellen Kunden und Partnern in Kontakt zu treten und wertvolle Inhalte zu teilen. Wenn du dich hier als hilfreich erweist, wird dein Produkt mit Sicherheit auf Interesse stoßen.

Foren

Es gibt Foren für jedes erdenkliche Thema, was sie perfekt für Growth Hacking macht.

Du kannst Foren nutzen, um neue Zielgruppen zu erreichen und dein Geschäft auszubauen, indem du wertvolle Informationen und Einblicke lieferst. Achte nur darauf, dass du das richtige Forum für deine Zielgruppe auswählst. 

Plattformen, die perfekt für deinen Launch und die Ankündigung deiner Produkte und Features sind

Producthunt, AngelList, BetaList und AlternativeTo – Allesamt Internet Plattformen, die bei der Einführung eines neuen Produktes extrem hilfreich sein können.

Sie bieten Unternehmern eine Bühne, um ihre Produkte und neue Features zu präsentieren und ein größeres Publikum zu erreichen.

presentation

Diese Plattformen können in erster Linie für Software Unternehmen wertvoll sein, da sie helfen, neue Funktionen zu ansprechend darzustellen. Die Aufmerksamkeit kommt dann von Usern, die wahrhaft Interesse an den präsentierten Produkten haben. 

Darüber hinaus können diese Plattformen dazu genutzt werden, um mit gleichgesinnten zu connecten und sich ein Netzwerk zu bauen. Hieraus können Finanzierungsmöglichkeiten entstehen und starke Kooperation gebildet werden. 

 

Wenn du ein digitales Produkt besitzt, solltest du diese Channel kennen:

Product Hunt

Producthunt ist ein hervorragender Ort, um ein Publikum von technikbegeisterten Early Adoptern zu erreichen.

Du kannst Producthunt nutzen, um neue Produkte und Funktionen vorzustellen und wertvolles Feedback von den Nutzern zu erhalten.

Es funktioniert ähnlich wie Reddit mit einem Upvote-System, das sich mit den richtigen Hacks positiv beeinflussen lässt.

AngelList

AngelList ist eine Plattform für Startups und Investoren.

Du kannst AngelList nutzen, um mit potenziellen Kunden und Partnern in Kontakt zu treten und dein Produkt oder deine Dienstleistung der Welt der Business Angels vorzustellen.

Die Plattform ist eine tolle Möglichkeit, dein Unternehmen bekannt zu machen und Investoren auf dich aufmerksam zu machen.

BetaList

Eine immer bekannter werdende Plattform von Machern und Early Adoptern, die ihre Startups vorstellen und Feedback austauschen.

Der USP von BetaList ist, dass sich die Plattform vor allem für die Veröffentlichung von Betas eignet. Hier steht nämlich der Austausch von qualitativem Feedback stark im Vordergrund.

Die Plattform ist also besonders im Zuge des Product Development sehr hilfreich.

Growth Hacking mit E-Mail Marketing

Ein weiterer Growth-Hacking-Kanal, der oft übersehen beziehungsweise nicht al solcher angesehen wird, ist E-Mail-Marketing. E-Mails sind eine gute Möglichkeit, um potenzielle Nutzer zu erreichen, die vielleicht nicht in den sozialen Medien aktiv sind.

Du kannst E-Mails nutzen, um mit potenziellen Kunden und Partnern in Kontakt zu treten und wertvolle Inhalte zu teilen, die dich interessant machen. 

Besonders in der Phase der Activation und Retention sind E-Mails wertvoll. Die richtige Platzierung von Onboarding Kampagnen in der frühen Phase der Customer Journey und dem regelmäßigen Veröffentlichen ansprechender Newsletter, sind ein wahrer Game Changer.

Marketing Channels

Das sind nur einige der vielen Growth-Hacking Kanäle, die du für das Wachstum deines Business nutzen kannst. Wenn du herausfindest, wo deine Zielgruppe ihre Zeit verbringt, kannst du sie mit den richtigen Inhalten und der richtigen Growth Hacking Strategie erreichen.

Ein wichtiger Faktor ist hier die Synergie aus Erfahrung und Austausch. Lerne möglichst viele Channel selbst kennen und tausche dich mit anderen Marketern aus, die dir Tipps zu neuen oder auch bekannten Kanälen geben können.

Growth Hacking Tools – Um eine Leiter zu bauen, braucht man das richtige Werkzeug

Gute Growth Hacking Tools sind ein Muss für jeden Growth Hacker. Sie erleichtern den Prozess des Growth Hacking, indem sie Aufgaben automatisieren, Daten und Erkenntnisse liefern, die sonst nur schwer zu bekommen wären, und den Prozess generell vereinfachen und optimieren. 

Viele Growth-Hacking-Tools sind Softwares oder Erweiterungen, die Aufgaben wie Data Scraping, E-Mail-Listenverwaltung und Social Media Monitoring übernehmen. Solche Tools können einen großen Unterschied für den Erfolg einer Growth Hacking Strategie ausmachen. 

Jeder gute Growth-Hacker sollte mit den besten verfügbaren Tools vertraut sein und sich einen Werkzeugkasten für seine eigenen Bedürfnisse zusammenbauen.

Growth Hacking durch Marketing Automation

Marketing Automation ist der Schlüssel für effektives und erfolgreiches sowie skalierbares Growth Hacking.

Automatisierte Growth Hacking Tools erleichtern die Arbeit als Growth Hacker, indem sie dir die mühsamen und zeitraubenden Aufgaben abnehmen, die für das Wachstum notwendig sind, aber deine Zeit und Energie unnötigerweise in Anspruch nehmen. 

Mit der Automatisierung kannst du Kampagnen und Arbeitsabläufe im Voraus einrichten und dann die Software die Durchführung der Kampagne übernehmen lassen, während du dich auf andere Aufgaben konzentrierst.

Das ist besonders nützlich für Growth Hacker, die mehrere Projekte gleichzeitig laufen lassen oder ihre Zeit mit Strategie und Planung auf höchster Ebene verbringen müssen. 

Automationen

Die richtigen Tools helfen dabei essentielle Prozesse wie E-Mail Kommunikation und Lead Generation und Qualifizierung stark zu vereinfachen.

Damit macht man sich nicht nur das Leben einfacher, sondern hat ein Werkzeug, das in der Regel zudem deutlich effizienter und fehlerfreier arbeitet als die rein menschliche Ressource.

Es gibt viele verschiedene Ansätze und Tools zur Automatisierung, jede mit ihren eigenen Benefits und Herausforderungen. Zu den beliebtesten Marketing Automatisierungs-Plattformen gehören HubSpot, Pardot und Marketo. 

Den größten Unterschied und das größte Skalierungspotenzial bieten jedoch Tools, die es dir ermöglichen, deine Marketing Tools über Schnittstellen zu kombinieren und zusammenarbeiten zu lassen:

Wie APIs das Leben vereinfachen

APIs (Application Programming Interfaces) ermöglichen es, dass verschiedene Softwareanwendungen miteinander kommunizieren können.

Diese Kommunikation kann auf zwei Arten erfolgen: entweder durch eine API-Anfrage oder eine API-Antwort.

Eine API-Anfrage wird von einer Softwareanwendung an eine andere gesendet, um Daten abzurufen. Eine API-Antwort wird von der zweiten Softwareanwendung an die erste zurückgeschickt, um die angeforderten Daten bereitzustellen. 

API
REST-API, Seobility; Lizenz: CC BY-SA 4.0

Ein API kann zum Beispiel verwendet werden, um ein CRM-System mit einer E-Mail-Marketing-Plattform zu verbinden. Auf diese Weise können Unternehmen neue Leads automatisch zu ihrer E-Mail-Liste hinzufügen und ihnen automatische Follow-up-Nachrichten schicken. 

APIs können auch verwendet werden, um Datenquellen von Drittanbietern, wie zum Beispiel Social Media Daten, in Automatisierungsanwendungen zu integrieren oder in Sheets zu exportieren.

So erhalten Unternehmen ein vollständigeres Bild ihrer Kunden und können gezieltere Marketingkampagnen erstellen. 

Zapier, Integromat und Co. – Gute Automations-Tools

Zwei sehr beliebte und leistungsstarke Tools sind Zapier und Integromat.

Fortgeschrittene Marketing Automatisierung ist ein komplexer Prozess, aber diese API-Tools können ihn extrem vereinfachen und effizienter machen.

Integromat

Um zu verstehen, wie man diese Softwares nutzt, muss man allerdings tief in einen Lernprozess eintauchen und braucht ein gutes technisches Verständnis sowie gewisse Skills. 

Wenn man die Anwendung jedoch einmal gelernt hat oder die richtige Person für diese Aufgaben in seinem Team hat, kann sie dein Unternehmen auf den Mond bringen.

Data Scraping Tools – Nie wieder händisch Datensätze in Tabellen einpflegen

Data Scraping ist das Extrahieren von Daten in riesigen Mengen aus beliebigen Quellen im Internet.

Beim Growth Hacking wird häufig auf Data Scraping zurückgegriffen, weil es seinen Anwendern ermöglicht, die benötigten Daten aus Quellen zu erhalten, auf die sie sonst nur schwer oder gar nicht zugreifen könnten. Vor allem in Umfang, in dem Data Scraping Tools es ermöglichen, zu sammeln.

Derartige Tools sind vor allem beim aktiven Sammeln von Leads und potentiellen Kooperationspartnern wie Blogs ein Game Changer.

Setzt man sich hin und sucht händisch 50 Kontakte nach bestimmten Filtern heraus, benötigt man dafür wahrscheinlich einen halben Arbeitstag.

Konfiguriert man einen Scrape, der das im Hintergrund übernimmt, spart man nicht nur Zeit sondern gelangt an eine exponentiell höhere Masse an Daten.


Diese beiden Scraping Tools solltest du auf jeden Fall kennen:

Octoparse

Das Tool bietet eine grafische Oberfläche, mit der die Benutzer nicht nur die gewünschten Daten punktgenau auswählen können, sondern auch die Extrahierungsprozesse automatisieren und optimieren können.

Octoparse ist damit ideal für Marketer, die große Mengen an Daten früher oder später mit wenigen Klicks sammeln wollen.

Octoparse

Parsehub

Parsehub bietet nicht ganz so viele Möglichkeiten wie Octoparse und funktioniert weniger über automatische Funktionen beim Konfigurieren.

Es hilft jedoch, um sich erstmalig mit dem Scrapen zu beschäftigen und die Funktionalität hinter solchen Tools besser zu verstehen.

Da beide Tools ziemlich umfangreich kostenlos genutzt werden können, sollte man definitiv beide ausprobieren.

parsehub

Nützliche Growth Hacking Tools, die deine Aufgaben ohne großes Know-how vereinfachen können

Wenn du dich nicht mit technischen Dingen beschäftigst und entweder nicht die Ressourcen hast, einen Experten für Automatisierungen einzustellen, oder wenn es sich nicht lohnt, komplexe Automatisierungen für die Phase oder Branche deines Unternehmens zu erstellen, kannst du auch Tools verwenden, die für jeden einfach zu bedienen sind.

Mit steigender Einfachheit, steigt leider oft auch der Preis der Tools.Nimmt dir eine Software die Arbeit komplett ab, ohne dass du selbst etwas konfigurieren musst, schlägt sich das oft auch im Preis nieder. 

Während Web Scraping Tools wie Octoparse oder Open Source Softwares und CRM Tools voraussetzen, dass du dich damit länger beschäftigst und komplexer in der Bedienung sind, liefern andere Tools alles auf einem Tablett aus vorkonfigurierten Templates. 

 

Diese Tools sind anfängerfreundlich und liefern einen hohen Mehrwert:

Phantombuster

Ein Web-Scraping Tool, das es Nutzern ermöglicht, vorgefertigte Templates zu verwenden.

Mit der Software können durch das Hochladen von Sheets mit bestimmten Datensätzen, andere Datensätze gefunden werden.

So lassen sich beispielsweise mit einem Linkedin Company Profil die dort beschäftigten Arbeitnehmer oder weitere Infos extrahieren.

Texau

Texau ist sehr ähnlich zu Phantombuster.

Es ist ebenfalls ein Web-Scraping Tool, das viele Templates für verschiedene Use Cases bereitstellt. Die Bandbreite der Möglichkeiten ist hier sogar noch etwas größer.

Hunter.io

Du hast alle möglichen Daten über Leads, aber dir fehlt eine Kontakt E-Mail Adresse?

Mit Tools wie hunter.io lassen sich durch die Eingabe von Namen und URLs oder das Hochladen von ganzen Tabellen mit diesen Datensätzen innerhalb kürzester Zeit E-Mail Adressen herausfinden.

Es lassen sich aber auch Domains finden, Outreach Kampagnen bauen und Integrationen mit anderen Softwares bilden.

Snov.io

Alternativ zu hunter.io ist snov.io zu empfehlen.

Die Software bietet die gleichen Schlüsselfunktionen – darunter das Suchen und Finden von E-Mails und Domains sowie Drip Campaign Building.

Darüber hinaus lassen sich noch Kontakte in einem integrierten CRM verwalten.

Zusammenfassung

Growth Marketing ist ein Konzept, das sich mit dem Aufbau von Nutzerbasen beschäftigt.

Es geht darum, die richtigen Kanäle zu finden, um Nutzer zu gewinnen und zu halten. Growth Hacking ist eine Kombination aus Marketing, Technik und Analyse

Das Ziel von Growth Hacking ist es, Nutzer für ein Produkt oder eine Dienstleistung zu gewinnen und sie dazu zu bringen, diese weiterzuempfehlen.

Growth Hacking kann für Startups und etablierte Unternehmen gleichermaßen nützlich sein doch entwickelt sein enormes Potential bei jungen Startups aus der Tech Branche. Darunter häufig Plattformen, Apps und SaaS.

Die Abgrenzung zum Marketing allgemein

Während der „normale“ Marketer sich mit den allgemeinen und alltäglichen Aufgaben des Marketings beschäftigt und darauf abzielt ein Produkt oder ein Service seine Zielgruppe schmackhaft zu machen, dreht sich beim Growth Marketing alles um das schnelle und effektive Wachstum.

Nimmt man den Pirate Funnel als Modell, beschäftigt sich ein Marketer mit der Awareness und Acquisition. Der Growth hacker hingegen befasst sich darüber hinaus auch mit den Phasen der Activation, Retention, Revenue und Referral

Das zeichnet einen Growth Hacker aus

  • Sein Fokus und das Ziel jeder seiner Tätigkeiten lautet: Wachstum

  • Ein Growth Hacker begleitet die Customer Journey über den gesamten Trichter und verbindet dabei Marketing und Produktentwicklung sowie Konzeption und Technik

  • Er fährt unvoreingenommen regelmäßig Experimente, um diese auszuwerten. Hypothesen werden auch unbeeindruckt von allgemeinen Meinungen aus dem Marketing getestet.

  • Das Handeln ist stets datengetrieben und wenig emotional.

  • Es ist zudem von Agilität geprägt. Ein Growth Hacker will möglichst schnell Potenziale vor anderen finden

  • Growth Hacker wollen nicht einfach schnell möglichst viele Nutzer für ein Produkt erreichen, sondern aktive Nutzer erreichen

Diese Skills hat ein Growth Hacker

  1. Marketing Experte: Ein Growth Hacker besitzt allgemeines Know-how aus vielen Bereichen des Marketings – vor allem dem Online Marketing

  2. Tech-Versteher: Das Growth Hacking verbindet Produktentwicklung und Vermarktung. Deshalb ist der Growth Marketer im ständigen Austausch mit Entwicklern und bringt selbst programmiertechnisches und weiteres technisches Know-how mit.

  3. Wissenschaftler: Der Growth Hacker füllt einen Arbeitstag vor allem mit Experimenten. Allgemeine Behauptungen lassen ihn kalt, denn sein Wissen basiert auf gewonnenen Daten.

Das T- Shaped Marketer Modell

Häufig kommt beim Growth Hacking das T-Shaped Marketer Modell als Ansatz hinzu, die Fähigkeiten eines Marketers zu entwickeln und darzustellen.

Das Modell wird schlichtweg wie der Buchstabe T dargestellt. Seine vertikale Linie beschreibt die allgemeinen Kompetenzen, über welche der Growth Hacker allgemeines Know-how verfügt.

Senkrecht, ausgehend von dem vertikal am besten beherrschten Kompetenzgebiet, wird auf der senkrechten T-Linie abgebildet, welche speziellen Skills der Growth Hacker darin verfügt.

Der Pirate Funnel

Der Marketing Funnel ist das übliche Framework eines Growth Hackers zur Abbildung der User Journey für ein Produkt. Er besteht idealerweise aus sechs Stufen:

 

  • Awareness

  • Acquisition

  • Activation

  • Retention

  • Revenue

  • Referral

     

Für diese Stages werden Growth Hacks entwickelt, um ein Produkt an unterschiedlichen Stellen zu pushen.

Growth Hacks können also Aufmerksamkeit erzeugen, Nutzer gewinnen, Nutzer zu aktiven Nutzern und bestenfalls zahlenden Kunden machen und Mund-zu-Mund-Propaganda fördern.

 

Growth Hacking Channels und Tools kennen und einsetzen

Ein guter Growth Hacker kennt seine Umgebung und weiß, welche Werkzeuge er in seinem Rucksack hat und wie er sie einsetzt. Mit der Zeit kommt auch die Erfahrung. So lernt ein Growth Hacking Experte auf seinem Weg zum solchen definitiv viele Kanäle und Tools kennen.

Growth Hacks werden mit der Zeit also wahrscheinlicher durch die eigene Intuition richtig gewählt und Tools sind von Beginn an essenziell, um seine Growth Hacking Methoden effektiv und schnell umsetzen zu können.

Potenzielle Growth Hacking Channels sind zum Beispiel:

 

  • Social Media Kanäle

  • Video und Streaming Plattformen

  • Plattformen mit Communities wie Reddit, Telegram oder Foren

  • Product Launch Plattformen wie Producthunt

  • E-Mail Marketing

  • Performance Marketing Channels

Nützliche Growth Hacking Tools:

 

  • Marketing Automation Tools

  • Integration Tools

  • Data Scraping Tools

  • E-Mail Marketing Tools

  • E-Mail Scraping Tools

Grundsätzlich können alle Unternehmen von den Vorteilen eines Growth Hacking Prozess profitieren. Besonders hilft die Disziplin jungen Tech-Startups. Darunter in der Regel Softwares oder SaaS sowie Plattformen im Internet.

Viele solche haben es geschafft mit Growth Hacking Strategien zu weltweiter Bekanntheit zu gelangen. Unternehmen wie Dropbox, Linkedin, Airbnb und Uber zeigen das eindrucksvoll.

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